Schmerzempfindliche Zähne vertragen Gels besser als Pasten

Es passiert beim Eisessen oder beim Kaffeetrinken: Ein stechender Schmerz zieht durch den Zahn in den Kiefer. Immer mehr Menschen leiden unter derart schmerzempfindlichen Zähnen.

Im Anfangsstadium könne der Zahnarzt noch schützende Fluoridlacke auftragen, die anschließend mit UV-Licht gehärtet werden und die Kanälchen wieder verschließen. Im fortgeschrittenen Stadium, wenn sich das Zahnfleisch schon weit zurückgezogen hat, bleibe jedoch häufig nur noch eine Zahnhalsfüllung, also eine Art Verblendung, die den Zahnhals schützen soll.

Besser ist es natürlich, wenn es erst gar nicht so weit kommt. Vorbeugen ist eigentlich gar nicht so schwer: "Man sollte eine weiche Bürste verwenden und beim Putzen sehr darauf achten, nicht zu fest aufzudrücken", rät Eubisch. Außerdem empfiehlt er seinen Patienten, anstelle von Pasten lieber Zahngels zu verwenden, da diese weniger Schleifpartikel hätten und somit den Zahnschmelz weniger angriffen. "Man kann zum Vergleich mal ein bisschen Paste zwischen zwei Finger verreiben und dann ein bisschen Gel, man spürt den Unterschied."

Natürlich könne man auch spezielle Zahncremes für sensible Zähne nehmen, allerdings seien die meist stark überteuert. Vorsichtshalber rät der Zahnarzt zudem dazu, nicht über Jahre hinweg das gleiche Präparat zu nutzen, sondern gelegentlich zu wechseln, "dadurch wird das Risiko, einen 'Schleifer' zu erwischen, gestreut". Keinesfalls sollten bei schmerzempfindlichen Zähnen sogenannte Weißmacher-Zahncremes zum Einsatz kommen, die oft besonders grobe Schleifpartikel enthielten.

dapd