Sport mit Sehhilfen

Gerade beim Sport ist gutes Sehen gefragt. Für Brillen- und Kontaktlinsenträger tun sich dabei mitunter Fragen auf: Darf man eigentlich auch mit Kontaktlinsen ins Wasser? Für welche Sportarten ist eine Sportbrille unerlässlich?

Allerdings hemmen einige Modelle die Sauerstoffversorgung des Auges deutlich, weshalb der Sportophthalmologe aus Waldbröl bei Siegen vor allem Ausdauersportlern zu weichen Linsen aus Silikonhydrogel rät oder, noch besser, zu harten Linsen: "Es braucht auch niemand Angst zu haben, dass harte Kontaktlinsen zersplittern und das Auge verletzen, wenn man tatsächlich mal etwas aufs Auge bekommen sollte."

Beste Vorbeugung gegen Augenverletzungen sind Sportbrillen: "Bei allen Kontaktsportarten wären Schutzbrillen auch für Menschen ohne Sehfehler sinnvoll, besonders bei Ballsportarten, bei denen der Ball eine hohe Geschwindigkeit entwickeltwie beim Handball, Tennis, Hockey oder Eishockey", empfiehlt Schnell nachdrücklich. Rahmen und Gläser derartiger Sportbrillen, die es auch mit optischer Korrektur gibt, sind aus unzerbrechlichem Material und so groß, dass sie sich an den Augenhöhlenknochen abstützen und anprallende Bälle wirkungsvoll vom Auge ableiten.

Auch beim Schwimmen plädiert der Augenarzt für Spezialbrillen: "Durch Schwimmbrillen hat man nicht nur eine bessere Sicht unter Wasser, insbesondere Kontaktlinsenträger laufen auch nicht Gefahr, sich gefährliche Augeninfektionen einzufangen." Denn dieses Risiko sei im Wasser ohnehin erhöht und liege bei weichenKontaktlinsen sogar bis zu zehnmal höher als bei harten. Da sich Erreger regelrecht in dem weichen Material einnisteten, helfe hier allenfalls intensives Desinfizieren. "Wer aber auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Schwimmbrille über den Linsen tragen oder gleich eine Schwimmbrille mit optischer Korrektur verwenden", rät Schnell. 

Quelle: dapd