Wärmeanwendungen feucht und trocken (WT)

Wärmebehandlungen

Wärme ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahmen für die krankengymnastische Behandlung. Wärme/Hitze wird eingesetzt in Form von heißer Rolle, Fango, Naturmoor, u. a.

Wärme wird eingesetzt:

  • zur Tonussenkung der Muskulatur bei starken Verspannungen

  • zum Ödemabbau bei schmerzhaften Muskelansatzreizen und chronischen Schwellungen

  • zur Durchblutungssteigerung

Im akuten Entzündungsstadium wird grundsätzlich keine Wärme angewandt.

Die Maßnahmen sollen (je nach Art der Durchführung):

  • die Durchblutung fördern

  • Ver- bzw. Fehlspannungen in Muskulatur und Bindegewebe positiv beeinflussen. (tonussenkend oder aufbauend, je nach Technik)

  • schmerzlindernd wirken.


Besondere Anwendungsformen:

Naturfango:
Wird aus vulkanischer Gesteinsmehl auch in Deutschland hergetellt. Es besitzt eine weiche Konsistenz und wird großflächig aufgetragen und nur einmalig verwendet. Meist wird Naturfango nur in großen Bäderabteilungen abgegeben.

Parafinfango / Moorparafin:
Dieser ist eine Mischung aus natürlichem Fango oder Moor, welches mit Parafinwachs versetzt ist. Dies verleiht der Packung in warmen Zustand eine weich formbare Konsistenz, die sich jedoch bei Abkühlung verändert. Das Parafinfango / Moorparafin wird in flüssigem Zustand auf Trägerbleche aufgetragen und später bei Erreichen der Anwendungstemperatur von 
ca. 50-55 Grad auf die zu behandelnden Körperabschnitte aufgetragen. Das Material wird durch Sterilisation mehrfach verwendbar.